Deutsch-guineische Kooperation im Kampf gegen Ebola: Deutschland hilft beim Aufbau einer modernen virologischen Diagnostik am Laboratoire des Fièvres Hemorragiques en Guinée des Donka Krankenhauses in Conakry

Mitte 2013 wurde auf Initiative des Auswärtigen Amts das auf drei Jahre angelegte „Deutsche Partnerschaftsprogramm für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung“ ins Leben gerufen. Durch das Programm werden Maßnahmen weltweit gefördert, die deutsche Fachinstitute und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit lokalen Partnern durchführen.

Das übergeordnete Ziel dabei ist es, die ausländischen Partner in die Lage zu versetzen, ohne fremde Hilfe ungewöhnliche, hoch ansteckende Krankheiten schneller zu erkennen sowie deren Ursachen ausfindig zu machen und in der Folge zu beseitigen.

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) ist Deutschlands größte Einrichtung für Forschung, Versorgung und Lehre auf dem Gebiet tropentypischer und neu auftretender Infektionskrankheiten. Unter der Leitung von Prof. Günther ist die Abteilung Virologie Kooperationszentrum der WHO für hämorrhagische Fieberviren, zu denen auch der derzeit in Guinea auftretende Ebolavirus gehört. Das seit Ende März 2014 in Guéckédou aufgebaute mobile Labor der Europäischen Kommission wird daher auch von Prof. Günther in Zusammenarbeit mit dem guineischen Gesundheitsministerium und der WHO koordiniert und umfasst weitere Partner in Italien, UK, Frankreich, Schweiz und Deutschland.

Bereits seit 1997 arbeitet das BNI mit dem Laboratoire des Fièvres Hemorragiques en Guinée (LFHG) des Donka Krankenhauses in Conakry zusammen. Daneben bestehen auch enge Kontakte mit dem Institut National de Santé Publique. Aufgrund des jüngsten Ebola-Ausbruchs in Guinea beantragten das BNI und das LFHG die Aufnahme in das Programm für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung. 

Das Auswärtige Amt fördert das Projekt mit insgesamt 110.000 €. Ziel ist es, das Labor am LFGH weiter als nationales Zentrum für die Diagnostik von Ebola-Virus und anderen Virusstämmen auszubauen, eine sichere Lagerung hochinfektiöser Materialien zu gewährleisten sowie eine gemeinsame guineisch-europäische Forschung zu beleben. Durch das Vorhaben wird die Laborinfrastruktur in Guinea deutlich ausgebaut, welche in Zukunft eine moderne virologische Diagnostik für Ebola-Fieber ermöglichen wird. Neben der Ausstattungshilfe sind für das Laborpersonal Schulungen geplant, um dieses auf diese verantwortungsvolle Tätigkeit gezielt vorzubereiten. Mehrmals pro Jahr werden Vertreter des BNI und Prof. Günther nach Conakry reisen, um das Projekt zu betreuen und weiterzuentwickeln.