Gesundheitsversorgung und Grundbildung - Schwerpunkte deutscher Zusammenarbeit in Zentralguinea

Grundschule Yalagué Bild vergrößern Schüler und Eltern und Gemeinde erwarten den Besuch (© Deutsche Botschaft Conakry )

Grundschulen und Gesundheitseinrichtungen stehen im Zentrum der deutschen Entwicklungskooperation in den Regionen Mamou und Labé (Zentralguinea). Ziel ist es, die Grundversorgung der Bevölkerung in Bildung und Gesundheit deutlich zu verbessern. Die deutschen Programme und ihre Experten arbeiten mit den Einrichtungen selbst, aber auch mit den regionalen Verwaltungen und den örtlichen Gemeinschaften eng zusammen.

Grundschule Yalagué Bild vergrößern Botschafter Veltin übergibt einen Fußball an den Schülersprecher (© Deutsche Botschaft Conakry )

Ziel des Bildungsprogramms der technischen Zusammenarbeit, durchgeführt von der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), ist die Verbesserung der Situation an den Grundschulen selbst (an 60 Partnerschulen mit Modellwirkung werden besondere Entwicklungsmaßnahmen gefördert). Hinzu kommen Maßnahmen zur verbesserten Aus- und Weiterbildung der Lehrer und Schulleiter sowie zur größeren Effizienz der Bildungsverwaltungen. Ein großes Problem in Guinea ist die geringe Einschulungsrate; vor allem Mädchen können oft nur einen Teil der sechsjährigen Grundschule absolvieren. Mangel an Schulgebäuden und Lehrern besteht zudem weiterhin, vor allem in den ländlichen Regionen. Schülervertretung Bild vergrößern Grundschule Yalagué: Vertreterinnen der Schülerregierung (Schülervertretung) (© Deutsche Botschaft Conakry )

Das Gesundheitsprogramm sieht ebenso eine Unterstützung von einzelnen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung vor, Maßnahmen der Aus- bzw. Fortbildung für das Personal und für die Angehörigen der Gesundheitsverwaltung. Daneben ist es ein Ziel der Aktivitäten, das noch vorhandene Misstrauen in der Bevölkerung aufgrund der Ebola-Epidemie gegen Gesundheitseinrichtungen abzubauen.

Krankenhaus Labé Bild vergrößern Kampagne für Hygiene (© Deutsche Botschaft Conakry )

Bei einem Besuch in Zentralguinea verschaffte sich der deutsche Botschafter in Guinea, Matthias Veltin, einen persönlichen Eindruck von den Programmen. In der Grundschule Fodé Sherif (Yalagué, Gemeinde Mitty), einer Partnerschule des Programms, würdigte er am 31.01.2017 das Engagement der lokalen Bevölkerung; dieses hatte einen ersten Schulbau mit eigenen Mitteln errichtet und schickt nun die Kinder in immer größerer Anzahl – auch die Mädchen – in die Schule. Mit dem Entwicklungskomitée der Schule, in dem sich Schulleitung, Lehrer, Schüler, Eltern und lokale Behörden zusammensetzen, tauschte sich Botschafter Veltin über die weiteren Pläne aus wie z. B. die Einrichtung eines Schulgartens, der auch für zur Ernährungder Schulkinder beitragen kann.

Krankenhaus Labé Bild vergrößern Klinikchef Dr. Sall und die Leiterin der Geburtshilfestation erläutern (© Deutsche Botschaft Conakry )

Stellvertretend für das Gesundheitsprogramm stattete Botschafter Veltin am 02.02.2017 in der Regionalhauptstadt Labé dem dortigen Regionalkrankenhaus einen Besuch ab. Klinikleiter Dr. Sall erläuterte die bereits längere Zusammenarbeit mit der GIZ, die im Rahmen eines Anti-Aids-Programms begann. Heute liegen die Schwerpunkte vor allem auf der Unterstützung von Schwangeren und der Geburtshilfe (Guinea hat noch eine vergleichsweise hohe Mütter- und Kindersterblichkeit), aber weiter auf AIDS-Bekämpfung und vor allem - nach Ebola - auf der Vorbeugung von Epidemien. Das Krankenhaus Labé hat zugleich eine zentrale Funktion für die Gesundheitsposten und die kleinen Krankenhäuser in den Gemeinden der Region: Zur Versorgung der schwereren Fälle, aber auch zur Weiterbildung durch die erfahreneren bzw. qualifizierteren Fachkräfte aus Labé.

Krankenhaus Labé Bild vergrößern Klinikleitung und Experten (© Deutsche Botschaft Conakry )


Hinweis: Bildungsprogramm und Gesundheitsprogramm sind gleichfalls in der Region Faranah (Oberguinea) aktiv, das Gesundheitsprogramm neuerdings zusätzlich in der Region Kindia. Parallel zur technischen Zusammenarbeit, durchgeführt durch die GIZ, gibt es in den Regionen auch Programme der finanziellen Zusammenarbeit (Investitionen in die Infrastruktur), durchgeführt durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW.

Informationen über die Projekte der technischen Zusammenarbeit in Guinea auf der Homepage der GIZ (nur auf Deutsch)

https://www.giz.de/de/weltweit/327.html

Grundschule Yalagué Bild vergrößern Schüler und Eltern und Gemeinde erwarten den Besuch (© Deutsche Botschaft Conakry )