Unterstützung für zurückkehrende Migranten

IOM Bild vergrößern Vereinbarung zur Unterstützung für zurückkehrende Migranten (© EU-Delegation)

Guineischen Migranten, die zurückkehren wollen, soll besser geholfen werden. Die EU und die Internationale Organisation für Migration IOM unterzeichneten am 4. April 2017 im Außenministerium Guineas eine Vereinbarung über ein entsprechendes Programm. Deutschland trägt bei weitem den größten Anteil an der gemeinsamen europäischen Finanzierung.

 

„Stärkung der Strukturen zur Steuerung von Migration und zur nachhaltigen Unterstützung von Migranten in der Republik Guinea“ heißt der etwas sperrige Titel des Vorhabens mit einem Volumen von 5,4 Mio. Euro. Es geht vor allem darum, denjenigen Migranten eine Perspektive für die Rückkehr und Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu ermöglichen, die den mörderischen Weg nach Europa freiwillig wieder aufgeben wollen. Denn praktisch alle Migranten, die sich durch die Wüste Sahara oder in Nordafrika durchschlagen, haben dafür ihre Existenz aufgegeben. Nun stehen sie vor dem Nichts: Was die Schlepper ihnen nicht abgenommen haben, pressten ihnen Banditen ab. Mehrere Tausend Guineer in dieser Lage halten sich derzeit in Nordafrika auf und würden nach den oft schrecklichen Erfahrungen auf dem Weg gerne wieder zurück, wenn sie daheim eine Perspektive hätten. Für 2000 von ihnen soll jetzt eine solche Perspektive geschaffen werden.

 

Guineas Außenministerin Makale Camara lobte bei der Unterzeichnung die Maßnahme als gutes Beispiel für die Migrations-Zusammenarbeit zwischen der EU und Guinea. Sie sei ein wichtiges Signal nach intensiven Gesprächen zwischen einer Mission von EU und Mitgliedsstaaten – darunter Deutschland – und der Regierung Guineas am 3. April in Conakry über Kooperation zu Migrationsfragen.

 

Das Programm gehört zu den Maßnahmen der EU im Rahmen des speziellen Treuhandfonds für Programme zur Bekämpfung der irregulären Migration und ihrer Ursachen in Afrika. Durchführende Agentur ist IOM, die sich weltweit mit dem Schutz und der Wiedereingliederung von Migranten befasst.

Die Unterzeichnung am 4. April erfolgte durch Carla Montesi, Leiterin der Direktion Westafrika in der Generaldirektion Entwicklung der EU-Kommission, und Fatou Ndiaye, Leiterin des IOM-Landesbüros in Guinea. Anwesend waren auch EU-Botschafter Gerardus Gielen und der deutsche Botschafter Matthias Veltin.

IOM Bild vergrößern Vereinbarung zur Unterstützung zurückkehrender Migranten (© EU-Delegation)